Impfungen - Frauenaerztin Dr. med Zittier, Frauenarztpraxis Erkrath Hochdahl,

Direkt zum Seiteninhalt

Impfungen

Prax.Leistung.


Informationen zu Impfungen


Die Impfung ist eine vorbeugende Maßnahme gegen verschiedene Infektionskrankheiten und wird deshalb auch Schutzimpfung genannt. Man unterscheidet aktive Impfung und passive Immunisierung. Bei einer aktiven Impfung – auch Vakzination genannt – wird der Impfstoff (die Vakzine) in Form abgeschwächter, abgetöteter oder fragmentierter Krankheitserreger in den Körper eingebracht. Ziel dieser Impfung ist es, das körpereigene Immunsystem zur Bildung spezifischer Antikörper anzuregen und so eine spezifische Immunität gegen die entsprechende Infektionskrankheit zu bewirken. Bei einer passiven Impfung hingegen wird mit Impfserum geimpft, welches die passenden Antikörper gegen den betreffenden Krankheitserreger bereits in hoher Konzentration enthält. Es stehen Impfstoffe gegen eine Vielzahl von viralen und bakteriellen Infektionskrankheiten bereit.

Frauenärzte, die über eine besondere Qualifikation verfügen, ist es erlaubt, alle Impfungen für alle Personen durchzuführen.

Wir haben eine besondere Impfqualifikation erhalten und dürfen alle Personen impfen.


Gern überprüfen wir Ihren Impfausweis und vervollständigen diesen, falls es Impflücken geben sollte. Wenn Sie keinen Impfausweis mehr haben sollten, dann stellen wir Ihnen einen neuen aus. Wir führen alle Impfungen nach STIKO (Ständige Impfkommission) durch.


Wir beraten Sie vor Ihrer Auslandsreise und führen alle empfohlenen Reiseimpfungen in unserer Praxis durch.


Bringen Sie zu Ihrer nächsten Untersuchung Ihren Impfausweis mit!




Mehr Infos über die Impfempfehlungen, Nebenwirkungen und Kosten erfahren Sie auf der Internet Seite des Robert-Koch-Instituts  (Auf meiner Seite Web-Links)



Impfungen bei Kinderwunsch


Welche Impfungen sind vor einer Schwangerschaft sinnvoll?



Während einer Schwangerschaft besteht die Gefahr, dass Viren und Bakterien von der Mutter über die Plazenta auf das ungeborene Kind übergehen. Oftmals führt das zu Schädigungen des Kindes oder zu Fehl-, Tot-, oder Frühgeburten.


Frauen, die sich Kinder wünschen, sollten mindestens drei Monate vor einer geplanten Schwangerschaft ihren Impfpass vom Frauenarzt überprüfen lassen. Fehlende Impfungen können so rechtzeitig vor einer Schwangerschaft nachgeholt werden.


Besonderer Wert sollte darauf gelegt werden, dass gegen folgende Krankheiten ein ausreichender Immunschutz besteht:


   Masern

   Mumps

   Röteln

   Windpocken

   Keuchhusten


Impfungen in der Schwangerschaft


Impfungen sollten immer mit dem Arzt abgesprochen werden. Der Arzt muss in jedem Fall von der Schwangerschaft informiert werden, um das Nutzen-Risiko-Verhältnis einer anstehenden Impfung abwägen zu können.


Generell wird im ersten Schwangerschaftsdrittel keine Impfung vorgenommen (Ausnahme: Grippe-Impfung bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung). In dieser Zeit findet die Organentwicklung des Fötus statt, und mögliche Wechselwirkungen mit den Impfstoffen sollten möglichst ausgeschlossen werden.


Die einzige Impfung, die explizit in der Schwangerschaft empfohlen ist, ist die Impfung gegen Influenza (saisonale Grippe). Sie wird allen Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel (2. Trimenon) und bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens sogar ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel (1. Trimenon) empfohlen.


Man kann in der Schwangerschaft zwischen empfohlenen, erlaubten und kritischen Impfungen unterscheiden.


Hat die Frau einen Immunschutz gegen einen bestimmten Krankheitserreger bereits durch frühere Erkrankung oder Schutzimpfungen erworben, gehen diese Antikörper während der Schwangerschaft auf das Ungeborene über. Dieser Schutz bleibt dem Kind aber nicht lebenslang erhalten, sondern nur für die ersten 3 bis 6 Monate nach der Geburt. So lange ist es gegen die entsprechenden Infektionskrankheiten relativ gut geschützt. Hiernach muss und kann das kindliche Immunsystem selbst die Abwehr übernehmen.



Humane Papillom Viren (HPV)

Impfung gegen HPV



Impfen zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs?


Auf den ersten Blick mag es erstaunen, dass eine Impfung zum Schutz vor Krebs möglich ist. Doch gerade eine Impfung gegen die Ursache von Gebärmutterhalskrebs ist besonders wichtig, denn der Körper lernt, sich selbst zu schützen.

Wie funktioniert die Impfung?


Die Impfung ist eine vorbeugende Maßnahme. HPV- Impfstoffe sind Impfstoffe, die gegen bestimmte Typen der sexuell übertragbaren humanen Papillomaviren (HPV) schützen und zur Krebsprävention dienen. Die Hochrisiko-HPV-Typen 16 und 18 sind weltweit für etwa 70 % aller Zervixkarzinome (Gebärmutterhalskrebs) verantwortlich. Die Papillomaviren vom Typ 6 und 11 sind primär verantwortlich für die Entstehung von Genitalwarzen (Feigwarzen).


Derzeit sind zwei HPV-Impfstoffe zugelassen: Cervarix ist ein bivalenter Impfstoff und ausschließlich gegen die HPV-Typen 16 und 18 wirksam. Gardasil ist ein tetravalenter Impfstoff (Vierfach-Impfstoff) und richtet sich gegen die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18. Die Wirksamkeit des tetravalenten Impfstoffs hinsichtlich der Vorbeugung von durch die entsprechenden HPV-Typen hervorgerufenen Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses lag in klinischen Studien bei 98–100 % für vorher nicht HPV- infizierte Probanden.


Die Impfstoffe wirken nur vorbeugend und nicht therapeutisch, d.h. bereits bestehende Infektionen können durch sie nicht behandelt werden. Die Vorsorgeuntersuchung zur frühzeitigen Erkennung des Gebärmutterhalskrebses (Pap-Test) wird weiterhin empfohlen, da nicht alle kanzerogenen HPV-Typen durch die Impfung erfasst werden. HPV-  Impfstoffe sind nach gegenwärtigem Wissensstand gut verträglich und sicher. Die häufigsten unerwünschten Wirkungen sind lokale Reaktionen wie Rötung, Schwellung und Schmerzen an der Injektionsstelle.


Für wen ist die Impfung geeignet?


In Deutschland wird die Impfung gegen humane Papillomviren der Typen 16 und 18 für alle Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren empfohlen. Die Grundimmunisierung erfolgt mittels dreier intramuskulärer Injektionen, die je im Abstand von zwei und sechs Monaten nach der Erstinjektion (Gardasil) bzw. nach einem und sechs Monaten (Cervarix) verabreicht werden. Ob eine Auffrischimpfung erforderlich wird, ist derzeit nicht bekannt, da erst Studiendaten für sieben Jahre vorliegen (Stand 2009).


Ziel dieser Empfehlung, die die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut ausgesprochen hat, ist die Verringerung der Neuerkrankungen an Gebärmutterhalskrebs. Aber auch Frauen, die älter als 17 Jahre sind, können von einer Impfung profitieren – Sie sollten auf jeden Fall mit Ihrem Arzt über das Thema sprechen.


Welche Kosten entstehen?


Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen nach Aufnahme der Impfung die Impfkosten für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren. Einige Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Impfung von Frauen bis zum 26. Lebensjahr als freiwillige Satzungsleistung.


Sollten auch geimpfte Frauen weiterhin zur Krebsfrüherkennungsuntersuchung gehen?


Ja. Die neuen verfügbaren Impfstoffe können zwar vor den beiden häufigsten krebsauslösenden HPV-Typen schützen. Aber es gibt noch weitere Virus-Typen, die ebenfalls Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Geimpfte Frauen sind also erheblich weniger durch Gebärmutterhalskrebs und auch die Vorstufen gefährdet als ungeimpfte, doch besteht auch für sie kein 100-prozentiger Schutz. Aus diesem Grund sollten sie weiterhin ab dem vollendeten 20. Lebensjahr die jährliche Früherkennungsuntersuchung bei Ihrem Frauenarzt in Anspruch nehmen.




Impfung gegen Scheideninfektionen


Neuer Ansatz bei wiederholten Scheideninfektionen


Bis zu 10 % aller Frauen leiden an ständig wiederkehrenden Scheideninfektionen. Dabei handelt es sich meistens um

bakterielle Infektionen wie die so genannte Aminkolpitis. Ursache für diese ständigen Scheideninfektionen sind häufig

Störungen der normalen, physiologischen Scheidenflora. Ist die normale, physiologische Scheidenflora gestört, kann Sie

Ihre Abwehrfunktion gegen von außen eindringende Bakterien nicht mehr wahrnehmen.

Genau hier setzt die Impfung mit Gynatren an. Durch die ausgelöste Immunreaktion wird die Scheidenflora normalisiert

und kann dann die Scheide wieder gegen bakterielle Infektionen schützen.


Verträglichkeit


Die Impfung ist gut verträglich, gelegentlich können wie auch bei anderen Impfungen flüchtige Schwellungen und

Schmerzen an der Impfstelle im Oberarm auftreten; hier hilft Kühlen und ggf. Ibuprofen oder ein ähnliches Präparat.


Wer soll geimpft werden?



Die Gynatren-Impfung ist vor allem Frauen anzuraten, die an gehäuften bakteriellen Infektionen wie die Aminkolpitis der

Scheide leiden. Tritt eine solche Infektion mehr als 3 mal im Jahr auf, profitiert die betroffene Patientin von der Impfung.

Die Erfolgsrate liegt bei über 80%.


Impfschema



Wie läuft die Impfung ab?


Die Impfung besteht aus zwei Teilen:


1.) Grundimmunisierung

Es werden im Abstand von jeweils 2 Wochen 3 Dosen Impfstoff in den Muskel gespritzt. Der Impfstoff besteht aus inaktivierten Milchsäure-

Bakterien, die den Immunstatus verbessern. Ein Impfschutz ist bereits nach Ende der Grundimmunisierung - also nach etwa 4 Wochen - zu erwarten.


2.) Auffrischung


Nach 6 Monaten bis einem Jahr erfolgt die Auffrisch-Impfung, bei der nur eine Impfdosis notwendig ist. Der Impfschutz besteht dann ca. 2 Jahre, nach denen erneut eine Auffrischung vorgenommen werden sollte.

Nach einer erfolgten Immunisierung besteht ein Schutz für wenigstens 36 Monate.



Gibt es Gegenanzeigen?


Die Impfung sollte wegen zu geringer Erfahrungen nicht in der Schwangerschaft und in der Stillzeit angewendet werden. Gleiches gilt, wenn Ihre Immunabwehr geschwächt ist, also z.B. bei Grippe und anderen Infektionskrankheiten, bei der Einnahme von Immunsuppressiva oder unter einer Strahlentherapie. Wie bei allen Impfungen kann es zu lokalen Reaktionen wie Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle kommen.


Bezahlt die Krankenkasse die Impfung?


Nein, diese Impfung ist eine sog. individuelle Gesundheitsleistung, die von den Krankenkassen in der Regel nicht übernommen wird. Die Abrechnung erfolgt nach der GOÄ und umfasst die Beratung mit vag.  Untersuchung und mikroskopischer Befundung des Scheidensekrets, die Durchführung der Impfung und schließlich die Kosten für den Impfstoff.

Die Gynatren-Impfung kostet komplett (Impfstoff für 4 Injektionen + ärztliche Kosten für die Impfung selbst) zur Zeit etwa 120,-€.


Wenn Sie nähere Information möchten, geben wir Ihnen gerne Auskunft in unserer Praxis.


Was kann ich selbst tun?


Achten Sie auf Ihre Hygiene - aber übertreiben Sie es nicht! Normale Seifen sind basisch und erhöhen den pH-Wert in der Scheide dramatisch. Benutzen Sie lieber nur Wasser oder spezielle Waschlotions, die an das saure Scheidenmilieu angepasst sind.


Vermeiden Sie zu eng anliegende Kleidung und luftundurchlässige Slipeinlagen. Bakterien und Pilze lieben feuchte Wärme und eine sauerstoffarme Umgebung. Parfumierte Slipeinlagen und Intimsprays können zudem zu allergischen Hautreaktionen führen und so die empfindliche Balance des Scheidenklimas stören.


Achten Sie auf eine gesunde Lebensweise. Eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse wird Ihr Immunsystem ebenso auf Trab bringen wie Stress abbauende Aktivitäten (z.B. Sport). Übertreiben Sie es nicht, aber eine gesunde Lebensweise hilft nicht nur bei Scheideninfektionen.


Ich habe noch weitere Fragen...


...dann sprechen Sie mit Mir







© 2011-2018 Dipl.-Ing. D. Zittier
Zurück zum Seiteninhalt